Ethik – was ist das bloß?

Ethik ist reflektiertes Sprechen über die Moral. Es geht immer um Handlungs- und Verhaltensweisen, wobei im heutigen Sprachgebrauch eine Verschwommenheit der beiden Begriffe „Ethik“ und „Moral“ entstanden ist. Wir gebrauchen die beiden Begriffe in ganz ähnlichem Sinne.

So bezieht sich der Begriff der „Moral“ im heutigen Sprachgebrauch eher auf die Übereinstimmung mit äußeren Sitten, äußeren Rechten und Wertungen, wogegen „Ethik“ mehr eine innere Gesinnung und Haltung bezeichnet.

Wenn Ethik aber bloß im Individuellen liegt, wo bleibt sie dann zum Wohle für die Allgemeinheit?

Tatsache ist jedenfalls, dass Moral und Gesetz die permanente Verantwortlichkeit des Einzelnen nicht ersetzen können, wie sich auch umgekehrt der Einzelne erst mit Hilfe und im Schutze der Moral und der Gesetze voll entwickeln kann. Nüchtern betrachtet, handelt es sich um zwei parallel laufende Systeme, die einander bedingen, bedürfen und ergänzen.

Ethische Konzepte, die den Verantwortungswillen des Einzelnen übersteigen, sind stets als argumentative Vorbereitung zu moralisch-juristischen Konstrukten zu verstehen, weil soziale Verbindlichkeiten ohne Zuhilfenahme von Gesetzen in der Praxis nicht gewährleistet werden können. Jede Ethik muss demnach zwangsläufig zur Moral und schließlich zum Gesetz werden, soll sie gesellschaftliche Früchte tragen.

In Verfolgung dieser Erkenntnis arbeitet „Ethik pro Austria“. Wir bieten eine Diskussionsplattform und laden Experten ein mit uns – in einer inspirierenden Atmosphäre – Themen zu ethischen Fehlentwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu durchleuchten und damit Denkanstöße für Entscheidungsträger zu liefern.

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